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Hermann-Braun-Gedächtnispreis für vorbildliche Betriebe

Namensgeber des Preises: der 2015 verstorbene Hermann Braun. Er hat sich wie keine andere Persönlichkeit im Odenwaldkreis für das Thema Aus- und Weiterbildung eingesetzt. Foto: OREG

Es gibt im Odenwaldkreis viele Unternehmen, die zur Sicherung ihres Fachkräftebedarfs weitaus mehr leisten, als in eine Erstausbildung zu investieren. Erfolg hat, wer den jungen Talenten berufliche Perspektiven, eigenständiges Arbeiten, räumliche und zeitliche Flexibilität sowie die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen anbietet. An diese Unternehmen richtet sich der „Hermann-Braun-Gedächtnispreis“, den die Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) 2017 gemeinsam mit ihrem Wirtschaftsbeirat erstmalig ausruft.

 

Der Unternehmerpreis steht in der Tradition, junge Menschen im Odenwald zu fördern, sie bestmöglich auf die Berufswelt vorzubereiten und gleichzeitig den Fachkräftebedarf der Unternehmen in der Region zu sichern. Ausgezeichnet werden beispielhafte Unternehmen, die in den letzten 24 Monaten durch besondere Leistungen im Bereich Ausbildung und Personalentwicklung im Odenwaldkreis aufgefallen sind.

 

Von den nominierten Unternehmen wird erwartet, dass sie Ausbildungsplätze in Anzahl (Ausbildungsquote) und Qualität (Prüfungsergebnisse) über das vergleichbare Niveau hinaus geschaffen haben, ihre Auszubildenden durch spezifische und innerbetriebliche Ausbildung (Schulung, Seminare) zusätzlich gefördert haben und weiter fördern. Ferner wird ein Nachweis über besondere Erfolge für die Fachkräftesicherung durch beispielgebende Maßnahmen innerhalb der Personalentwicklung erwartet.

 

Bei der Auswahl der ausgezeichneten Betriebe durch eine hochkarätig besetzte Jury steht die dauerhafte Gestaltung von Qualität und Quantität der Fachkräftesicherung im Vordergrund. Die Auszeichnung ist als öffentliche Würdigung eines besonderen Engagements in der Fachkräftesicherung und -entwicklung anzusehen und ist nicht finanziell dotiert. Der Hermann-Braun-Gedächtnispreis wird in den Kategorien „Kleine Unternehmen“ (bis 50 Mitarbeiter), „Mittlere Unternehmen“ (bis 250 Mitarbeiter) sowie „Große Unternehmen“ (über 250 Mitarbeiter) vergeben.

 

Unternehmen können sich nicht selbst bewerben, sondern sie können nur vorgeschlagen werden. Die Nominierung ist bis zum 31. Oktober 2017 in schriftlicher Form zu richten an: Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG), Wirtschafts-Service, zu Händen Frau Quanz, Marktplatz 1, 64720 Michelstadt (Fax: 06062/943366; E-Mail g.quanz@oreg.de. Die Auschreibungsunterlangen stehen auf der Seite www.odenwaldkreis.de/index.php?id=158.

 

 

In Gedenken an Hermann Braun

 

Der Preis ist nach Hermann Braun benannt, der sich in den langen Jahren seiner ehrenamtlichen Geschäftsführertätigkeit für die Industrievereinigung Odenwaldkreis (IVO) wie keine andere Persönlichkeit im Odenwaldkreis für das Thema Aus- und Weiterbildung eingesetzt hat. Hermann Braun sind Berufsinformationsveranstaltungen wie die OSBIT und die OBIT zu verdanken, von denen schon Hunderte von Schülerinnen und Schüler in der Phase der Berufsorientierung profitiert haben und für die der Odenwaldkreis viel Anerkennung von außen erfährt. Unzählige Unternehmen vor Ort hat Hermann Braun erfolgreich davon überzeugt, aktiv auszubilden und damit ihren Fachkräftebedarf der Zukunft zu sichern. Zahlreiche Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben, die es zwischenzeitlich im Odenwaldkreis fast flächendeckend gibt, sind durch ihn initiiert worden. Hermann Braun ist am 1. Juni 2015 nach kurzer aber schwerer Krankheit viel zu früh verstorben. Der Odenwaldkreis und die OREG danken ihm mit diesem Gedächtnispreis für sein Engagement und sein erfolgreiches Wirken im Odenwaldkreis.

 

Im Sinne Hermann Brauns ist das Ziel der Auszeichnung, das Interesse von Unternehmen sowie der Öffentlichkeit allgemein verstärkt auf das Thema Ausbildung und strategische Personalentwicklung zu lenken, Einblick in das Ausbildungs- und das Fachkräfteangebot der regionalen Unternehmen zu geben sowie Ausbildungsberufe und deren Entwicklungsmöglichkeiten vorzustellen. Mit dem Preis soll insbesondere der Stellenwert des dualen Ausbildungssystems für den Wirtschaftsstandort verdeutlicht werden. Betriebe, die bisher noch nicht ausbilden oder eine langfristig angelegte Personalentwicklungsstrategie verfolgen, sollen für diese Themen interessiert werden.

 

Text: Manfred Giebenhain

 


07.09.2017

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen